Juni Set 2025

Mitte April war dieses Set fertig eingerichtet, fotografiert und bereit. Erst jetzt bald Mitte Oktober stelle ich es euch vor. Gestern im Live auf Instagram habe ich euch einiges spontan erzählt; für alle, die es interessiert, ihr könnt es nachschauen. Heute kommen noch ein paar schriftliche Gedanken dazu:

 

Heute Nacht hatte ich einen Traum, der genau beschreibt, wie ich mich fühle: ein heftiger Aufprall! Ein Crash – wie bei einem Autounfall. Innert Sekunden ändert sich das ganze Leben, du liegst monatelang auf der Intensivstation. Dein Fokus verschiebt sich komplett: Dinge, die zuvor wichtig waren, sind es auf einmal nicht mehr... es geht ums Überleben. Allen ist klar, dass dieser Mensch keine E-Mails beantworten kann, dass keine Galerien erstellt oder Bilder bearbeitet werden können. Natürlich kann dieser Mensch nicht einfach «normal arbeiten», selbst wenn er wollte.

 

Mein Aufprall ist nicht physisch – oder nicht nur (von den zwei Autoimmunerkrankungen habe ich euch ja bereits erzählt). Man sieht ihn mir nicht an. Ich bin hier, ich lebe, ich lache, ich tanze – und genau das ist mein Überleben. Ja, ich verstehe sehr wohl, dass man es von aussen nicht sieht. Aber warum glaubt man nicht, was Menschen sagen? Warum wird erst geglaubt, wenn der Schmerz für alle sichtbar ist?

 

Wer erkennt sich selbst in diesen Worten?

 

À propos Worte – vielleicht braucht ihr ein Wort dafür? Wenn ja: Burnout. Vielleicht sogar mehr als nur ein Burnout.

Es fühlt sich an, als würde noch einmal an allen Grundpfeilern meines Lebens gerüttelt! Nicht nur auf einer Ebene, obwohl die Arbeit (Fotovilla) natürlich ein grosser und vor allem anschaulicher Teil ist – aber es ist weit mehr als das, es betrifft alle Ebenen.

 

Nun, bei so einem Crash wirken enorme Kräfte, die man nicht kontrollieren kann. Und ich habe mich dazu entschieden, loszulassen und zu vertrauen.

Ich habe entschieden, mir Raum zu geben, um zu heilen. Dass dieser Prozess so tief geht – nein, damit habe ich nicht gerechnet. Aber ich nehme es an. Ich durchlebe ihn, denn ich weiss, dass auch Diamanten unter enormer Energieeinwirkung entstehen. Es ist ein Transformationsprozess.

Ich bin dabei, die Essenz zu ergründen, herauszuschälen, was im Innersten bleibt, wenn alles Unwesentliche wegfällt oder entfernt wird. Ich lerne, neue Wege zu gehen und neue Strategien zu entwickeln. Aber ich brauche dazu Raum und Zeit.

 

So oft dachte ich in den letzten Monaten: «Jetzt wird bestimmt wieder alles normal. Jetzt kann ich endlich wieder arbeiten.» Und dann kam eine neue Welle, ein neuer Prozess. Und ganz ehrlich: Ich weiss nicht, wie lange das alles noch dauert! (Auch darüber hatte ich bereist geschrieben.) Ich kann es euch nicht sagen – und glaubt mir, ich wüsste es selbst gern. Genau hier ist Vertrauen gefragt. Vertraust du?

Was ich euch versprechen kann: Ich nehme das alles nicht auf die leichte Schulter.

Ich gebe mein Bestes – auch wenn dieses Beste im Moment anders aussieht, als ihr es von mir gewohnt seid.

 

Irgendwann, da werde ich zurück sein – getragen von allem, was dieser Prozess mir geschenkt hat, von der Kraft, den Ressourcen und der Klarheit, die in mir gewachsen sind. Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass auch du diese Stärke in dir entdeckst und sagen kannst, dass du getragen wirst, selbst wenn dein Leben auf den Kopf gestellt ist.

 

Die Fotovilla darf ein solcher Raum sein – ein Ort der Verbindung, der Wahrheit, der Würde, der inneren Schönheit. Hier darf Heilung, Befreiung und Transformation stattfinden. In welcher Form genau, das wird sich zeigen, jetzt aber gebe ich mir den Raum, alles entstehen zu lassen, Schritt für Schritt, Welle für Welle.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0